Im Jahre 1860 wurde die Musikkapelle zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Durch mündliche Überlieferung wissen wir aber,dass schon vorher Blass-und Streichmusiker tätig waren.Bei der Eröffnung des Wasserwerkes Mittelstreu-Oberstreu-Mellrichstadt im Jahre 1906, hatte eine Musikkapelle aus Mittelstreu zur Feier des Tages mit folgenden Mannen aufgespielt: Thadeus Blümm, Fabian Blümm, August Blümm, Amadeus Zirk,Albin Gensler, Wendelin Liebst, Friedolin Liebst, Albin Blümm; Kapellmeister war Gottlob Mohr. Die Musikkapelle bei einem Waldfest auf dem Eiersberg im Einsatz Von 1912 bis 1915 erlernten weitere 17 Personen das Musizieren unter dem Musiklehrer Lindemann aus Schweinfurt: Alois Schmitt, Bernhard Liebst, Wendelin Liebst, Adolf Hartmann,Franz Blümm, Adelbert Wirsing,  Isidor Guck, Wilhelm Zirk, Johann Zirk und Karl Blümm.  Diese Männer blieben der Musik treu, bis der Zweite Weltkrieg seinen Anfang nahm und große Lücken in   ihren Reihen hinterließ. Doch es fanden sich immer ein paar Unermüdliche, die die alte Tradition des Musizierens bei kirchlichen und weltlichen Festen auch während der Kriegszeit fortsetzen. Im Jahre 1949   fanden sich wieder 14 entschlossene junge Burschen zusammen, um die große Kunst der Musik zu erlernen. Musiklehrer Oskar Hergenhan aus Braidbach fandsich bereit, sie zu unterrichten. Von diesen 14 Mann spielte   noch bis vor ein paar Jahren Werner Mack am Tenorsaxophon in der Trachtenkapelle.  Geprobt wurde damals jeden Samstag, und zwar abwechselnd bei allen Mitgliedern in der"guten Stube".   Meister Herganhan machte die vielen Fahrten von seinem Wohnort Braidbach und wieder zurück mit dem   Fahrrad. Nachmittags fanden die Einzelproben statt, nach dem Abendessen, zu dem der Musiklehrer abwechselnd bei allen Musikanten eingeladen wurde, die Gesamtprobe. Mit der Zeit  richtete man sich in der "Wachtstube" - der heutigen Bushaltestelle - notdürftig einen Proberaum her. Holz   und Kohlen für die Beheizung stellten die Mitglieder der Kapelle selbst.  Der erste öffentliche Auftritt der jungen Musiker war am Heiligen Abend des Jahres 1949, als sie   zusammen mit ihren älteren Kollegen auf dem Dorfplatz weihnachtliche Weisen spielten. Im Jahr darauf spielten sie, wieder zusammen mit den "Alten Musikanten", erstmals an Fronleichnam und am Patrozinium die Kirchenparade. An dieser Tradition hat man festgehalten,und so führt auch   heute noch die Trachtenkapelle die Kirchenparaden und die Flurprozession an. Trotz Schwierigkeiten, die unter anderem auch dadurch entstanden, weil Dirigent Oskar Hergenhan   im Jahre 1951 nach Bad Reichenhall verzog, blieb die Kapelle zusammen. Doch nach Tiefen kommen auch wieder Höhen. Einen erkennbaren Umschwung gab es,als im Jahre 1963 die Kapelle zum 50jährigen Jubiläum unseres Turn- und Sportvereins aufspielte. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits Werner Ment die Leitung der Kapelle übernommen, die erfreulicherweise durch einige jungen Mit- gliederaus der Schule von Ludwig Müller, Oberstreu, verstärkt wurde. Die Kapelle wurde, nicht zuletzt  durchden Verdienst des neuen Dirigenten, zu einem ihrer Größe nach sehr guten Klangkörper. Anno 1969, anlässlich eines Weihnachtskonzertes, stellte sich unsere Musikkapelle der Öffentlichkeit mit ihrer "Neufränkischen Tracht" vor und legte sich den Namen  "Trachtenkapelle" zu. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie auch Mitglied es Nordbayerischen Musikbundes und konnte nun auch an Musikfesten und Wertungsspielen   teilnehmen. Dies gab einen wesentlichen Aufschwung innerhalb der Musikkapelle. 1971 konnte die Trachtenkapelle 20 junge Musiker in ihren Reihen aufnehmen, die durch Herrn Toni Kümmeth, Fladungen, musikalisch ausgebildet wurden. Die Kapellenstärke wurde damit auf "40 Mann" erweitert.  Im Dezember hatte die Trachtenkapelle dann ein kleines Jubiläum zu feiern -   es war das 10. Weihnachtskonzert. Wenn zehn Jahre auch noch keine lange   Zeit sind, wirkten sie sich doch im Gefüge eines Vereins, als Beweis für kameradschaftliche Zusammenarbeit zur Erreichung eines gemeinschaftlichen Ziels: die Pflege der Volksmusik. Aus diesem Anlass wurde damals ein Theaterstück einstudiert, was für einen Musikanten eine Doppelbelastung (Konzert- und   Theaterproben) war, die sie jedoch gerne auf sich nahmen. Die Weihnachtskonzerte der Jahre 1979 bis 1982 wurden in der Pfarrkirche   St. Johannes Mittelstreu abgehalten, da sich die TSV-Halle im Umbau befand.   Der aus diesen Konzerten erreichte Spendenerlös wurde der Pfarrkirche für die   Renovierung zur Verfügung gestellt.  Im Jahre 1980 fanden sich 20 Buben und Mädchen bereit, das Musizieren zu erlernen, von denen noch 5 der Trachtenkapelle treu gebliebensind. Sie wurden   damals von Siegfried Lorz aus Hollstadt (Blechblasinstrumente) und Ernst Schmitt aus Bad Neustadt/Saale (Klarinette) ausgebildet Im Mai 1984 konnte die Trachtenkapelle ihr 60jähriges Bestehen mit dem Kreismusikfest feiern. Im Folgejahr wurde wieder mit der Ausbildung von Nachwuchsmusikanten begonnen. Einen großen Einschnitt erfuhr die Trachtenkapelle, als im Mai 1987 Werner Ment nach24jähriger Tätigkeit   als Dirigent den Taktstock niederlegte. Sein Nachfolger wurde Roland Schmitt. Es fand nicht nur ein Wechsel   am Dirigentenpult, sondern auch in derVorstandschaft statt. Nach fast 30jähriger Tätigkeit als   Vereinsoberhaupt gab im Jahre 1988 Heinrich Schmitt diese Position an Stefan Link ab Am 29.April 1988, mit der Einweihung des neuen Gemeindehauses (alte Schule) zog die Trachtenkapelle vom "Friesenzimmer" der TSV-Halle in ihren neuen Proberaum ins Obergeschoss des Gemeindehauses um. Hierfür nochmal ein herzliches Dankeschön an unseren Altbürgermeister Anton Türk, der sich sehr für  die Renovierung unserer alten Schule eingesetzt hat.  Im gleich Jahr veranstaltete die Trachtenkapelle zum ersten Mal ihr nunmehr schon traditionelles Pluefest, das seitdem, neben dem Weihnachtskonzert, zu einem   kulturellen Höhepunkt geworden ist. Traurige Ereignisse waren der Tod der beiden Jungmusikanten Michael Müller (November 1987) und Michael Kern(November 1988). 1989 konnte wieder mit der Ausbildung von Nachwuchsmusikanten begonnen werden Ein erneuter Dirigentenwechsel fand im Oktober 1991 statt, als Roland Schmitt den   Taktstock an Barbara Pfister übergab.  Das Weihnachtskonzert im Folgejahr, bereits das 25. in Folge, war gleichzeitig ein   Jubiläum; aus diesem Anlass wurde nach mehrjähriger Pause wieder ein Theaterstück einstudiert und ausgeführt. Wie auch noch in den Jahren danach.  Ende Mai 1994 veranstaltete die Trachtenkapelle ihr drittes Kreismusikfest mit   33 Musikkapellen und großem Programm. Fünf Jahre später wurde dann das 75jährige Gründungsjubiläummit dem Musikfest im Mai 1999 gefeiert  Die Kapelle spielte im Mai 1955 zu einer Hochzeit auf Kirchliche Aktivität der Kapelle in den früheren Jahren schon 1965 bei einer Goldenen Hochzeit in der Lämmergasse Die Trachtenkapelle mit neuer Tracht beim Kindergartenfest in Mellrichstadt 1971 Jubiläumsbild der Trachtenkapelle von 1984 Jubiläumsbild der Trachtenkapelle von 1994 Chronik in Zahlen Ausführliche Chronik